Ratgeber

Kinderfahrradanhänger – Ab welchem Alter?

Burley Solo mit Baby

Die wohl häufigste Frage, wenn es um die Anschaffung eines Fahrradanhängers für Kinder geht, ist: Ab welchem Alter darf ich mein Kind im Anhänger mitnehmen? Nachfolgend möchte ich diese Frage klären, sodass du guten Mutes dein Kind oder Baby mit auf Touren nehmen kannst.

Die Baby-Frage

Generell gibt es keinerlei verbindliche Richtlinien oder Gesetze, in denen festgelegt ist, ab wann man Babys im Fahrradanhänger transportieren darf. In der StVO unter § 21 Abs. 3 Satz 1 ist lediglich geregelt, dass Kinder bis sechs Jahren in einem Anhänger mitgenommen werden dürfen. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Es ist dir also komplett frei überlassen, ob du dein Baby kurz nach der Geburt im Anhänger mitnimmst, oder erst wenn es schon ein paar Monate älter, oder gar ein Jahr alt ist. Hersteller raten jedoch zu einer Mitnahme ab einem Monat in Babyschalen.

Babys sind anfällig auf Erschütterungen jeglicher Art. Sie können noch nicht selbstständig sitzen oder ihren Kopf halten. Bist du dir also unsicher, warte lieber noch ein paar Monate mit dem Transport im Kinderanhänger zu Gunsten der Sicherheit deines Babys, denn dieses ist deinem Ermessen hilflos ausgeliefert.

Entscheidest du dich für die Mitnahme deines Babys im Fahrradanhänger, solltest du jedoch ein paar Dinge beachten.

Babyschalen

Babyschalen sind als Zubehör separat im Handel erhältlich und ein Muss für den Transport von Neugeborenen. Die Muskulatur des Babys ist zunächst noch nicht vollständig ausgebildet und der Rücken braucht einige Monate bis er an Stabilität gewinnt. Die Sitze in einem Kinderfahrradanhänger sind daher nur für Kinder geeignet, die schon selbstständig sitzen können, was für Babys bis zu einem ungefähren Alter von zwölf Monaten noch nicht gilt!

Auch Babyhängematten können als Alternative verwendet werden. Diese werden im Anhänger so montiert, dass das Baby darin frei schwingt und die Wirbelsäule dadurch entlastet wird. Die Kleinsten Unebenheiten können damit abgefangen werden.

Achte jedoch darauf, dass das Baby keinen Erschütterungen ausgesetzt wird. Kopfsteinpfalster, Schotter- und Kieswege solltest du daher tunlichst vermeiden. Zwar ist eine gute Federung und möglichst geringerer Reifendruck des Anhängers für die Sicherheit des Babys unablässig, aber auch die beste Federung kann holprige Straßen nicht abdämpfen. Achte zusätzlich auf eine angepasste Geschwindigkeit und halte bei etwas längeren Fahrten regelmäßige Pausen ein.

Dringend davon abzuraten ist, Babyschalen, die für Autos hergestellt werden, für Fahrradanhänger zu verwenden. Diese passen weder optimal in den Anhänger hinein, noch können sie ideal befestigt werden. Auch sitzt das Baby in dieser Schale eher, als dass es darin liegt, was schädlich für die Wirbelsäulenmuskulatur ist. Diese Variante bietet demnach keinerlei Sicherheit für dein Baby und solltest du auf keinen Fall ausprobieren.

Fazit

Möchtest du also nicht darauf verzichten, dein Baby oder Kind mit dem Fahrrad zu transportieren, achte auf die obigen Punkte. Hersteller wie CROOZER raten zu Babyschalen oder Babyhängematten für Babys ab einem Monat und eignen sich ungefähr bis zum dreizehnten Monat (je Gewicht und Größe). Ist das Baby aus dem Babyalter raus und kann selbstständig sitzen, ist hiernach die integrierte Sitzvorrichtung im Kinderanhänger ausreichend. Diese wiederum kann bis zu einem Alter von ungefähr sechs Jahren genutzt werden. Wahlweise wird eine Sitzverkleinerung für Babys zwischen 12 und 18 Monaten empfohlen.

Die Sicherheit des Kindes liegt allein in den Händen der Eltern. Sei dir also gewiss, welche Dinge du beachten musst, wenn du dein Kind im Anhänger mitnehmen möchtest.

Titelbild: Burley Design

über

Aufgewachsen ohne Auto war ich ständiger Passagier im Kinderfahrradanhänger. Später stieg ich dann für Einkaufsfahrten sogar selbst auf's Fahrrad mit dem Anhänger im Schlepptau.

1 Kommentar

  1. Pinkback: Babyschalen und Sitzverkleiner für Fahrradanhänger › Kinderfahrradanhänger

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