Kolumne

Kinderfahrradanhänger im Wandel

Croozer Jogger

Wann wurde der Kinderfahrradanhänger eigentlich zu einem multifunktionalen Sportgerät? Ich erinnere mich noch an unseren alten Fahrradanhänger, der nichts weiter konnte, als einfach nur an einem Fahrrad angehängt zu werden, um Kinder darin zu transportieren.

Beschäftige ich mich heute mit Kinderfahrradanhängern, sehen sie fast aus wie kleine futuristische Düsenjets; da fehlen nur noch die ausklappbaren Flügel und der Flug kann losgehen.

Aber Scherz beiseite und zurück in die Zukunft – äh, Gegenwart…und Vergangenheit.

Damals

In meiner Kindheit, in den 1990ern, hatten Kinderfahrradanhänger weder einen Überrollbügel noch die Möglichkeit, innerhalb von einem Handgriff ein Buggyrad zu installieren. Die Sitze waren ungepolstert und der Insektenschutz war gleichzeitig auch der Regenschutz. Mit einer Weberkupplung am Fahrrad befestigt war dieser Kinderfahrradanhänger solide, robust und eben genau das: ein Kinder-Fahrrad-Anhänger.

Heute

Natürlich haben Menschen schon immer Sport getrieben, aber der Trend zum bewussteren und gesünderen Leben ist überall zu sehen. Von der veganen Küche möchte ich hier lieber gar nicht erst anfangen. Ich könnte mich in ungewollte Diskussionen verstricken. Außerdem ist das Thema hier Kinderfahrradanhänger.

Der Kinderfahrradanhänger heute ist ein Alleskönner. Ihn nur am Fahrrad anzuhängen ist langweilig geworden. Also warum ihn nicht umfunktionieren, wenn es so einfach ist? Man gibt das Geld nicht mehr für Fahrradanhänger und Buggy aus, sondern schraubt schnell ein drittes Rad an den Anhänger, klappt den Schiebegriff hoch und der Spaziergang kann beginnen – alles mit einem Gefährt.

Und auch zum Joggen gibt es ein extra Rad und im Winter werden eben einfach die Skier unter den Fahrradanhänger geschnallt. Die Hauptsache ist: die Kinder können überall mit hingenommen werden, vor allem zum Sport an der frischen Luft.

Und bei all dem dürfen Sicherheit und Komfort natürlich nicht vernachlässigt werden. Federungen, Bremsen, gepolsterte Sitze, eine Minibar für unterwegs – nein, ernsthaft: die Sicherheit der Kinder ist das wichtigste. Und wenn sie längere Zeit im Anhänger verbringen sollen, muss dafür gesorgt sein, dass sie bequem sitzen und abseits der Straße oder auf Kopfsteinpflaster gut abgefedert werden.

Nicht nur die Sportbekleidung ist Designerware geworden. Auch dem Kinderfahrradanhänger wurde ein sowohl optischer als auch funktionaler Schliff verpasst. Die Kutsche wurde durch einen modernen Sportwagen abgelöst.

In diesem Sinne: Gute Fahrt!

TitelBild: CROOZER GmbH

über

Aufgewachsen ohne Auto war ich ständiger Passagier im Kinderfahrradanhänger. Später stieg ich dann für Einkaufsfahrten sogar selbst auf's Fahrrad mit dem Anhänger im Schlepptau.

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