Trailerbikes

…oder auch Fahrrad-Nachläufer sind Anhänger, die aus dem hinteren Teil eines Kinderfahrrads bestehen. Der Vorderteil des Rahmens schließt mit einer langen Stange ab, die an das Zugfahrzeug montiert werden kann, sodass das Trailerbike hinter einem Fahrrad hergezogen wird. Dieses Modell eignet sich gut für Kinder, die nahezu aus dem Anhänger rausgewachsen sind, aber noch nicht selbstständig Fahrrad fahren können. Daher bereitet diese Variante auf das spätere Fahrrad fahren ohne Hilfe gut vor.

Achtung

Stiftung Warentest warnt jedoch vor manchen Konstruktionen, die zum Teil lebensgefährlich seien. Vor allem das verbaute Material sei oft nicht stabil genug, wie bei der Marke ZEG, und breche während der Fahrt weg, wie es weiterhin hier berichtet wird. Daher sollte man vor einer Anschaffung besonders auf die Qualität der Materialien des Trailerbikes gut achten und Billigmodelle meiden. Testberichte können hier eine Hilfe sein.

Unterschiedliche Modelle

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Trailerbikes. Jene, die aus einem kompletten Kinderfahrrad bestehen, die mit Hilfe einer Tandemkupplung zum Beispiel von Follow Me befestigt werden, um es mit dem Zugfahrzeug zu verbinden und andere, die eben nur aus dem hinteren Teil eines Fahrrads bestehen und anstatt einer Vordergabel und Vorderrad ein Befestigungsrohr haben.

Von der Marke tout terrain ist das Modell Streamliner erhältlich. Es hat zunächst keine Vordergabel, kann aber mit dem Streamliner+, einem Vordergabel-Nachrüst-Set, zusätzlich ausgestattet werden. Das Kind hat so die Möglichkeit mit nur einem Modell das Fahren mit einem Fahrrad zu lernen. Zuerst fährt es auf dem Nachläufer hinter einem Fahrrad mit, anschließend unabhängig auf einem richtigen Fahrrad.

tout terrain Streamliner

tout terrain Streamliner

tout terrain Streamliner+

tout terrain Streamliner Plus

Verschiedene Befestigungsarten

Generell gibt es drei Varianten an Befestigungspunkten von Nachläufer-Fahrrädern: am Sattelrohr, am Gepäckträger und an der Hinterradachse des Zugfahrzeugs. Je nach Hersteller können diese Befestigungen verwendet werden. Burley® nutzt bei seinem Modell PICCOLO beispielsweise die Gepäckträgervariante:

Burley Piccolo

Das Fahren

Das Kind sitzt wie auf einem ganz normalen Fahrrad auch auf dem Sattel und kann während der Fahrt mittreten. Hierfür ist eine extra Gangschaltung am Trailerbike zu empfehlen, worauf man vor dem Kauf achten sollte. Damit hat das Kind die Möglichkeit eine für sich geeignete Trittgeschwindigkeit einzustellen. Ist dies nicht möglich, tritt das Kind eventuell zu oft ins Leere oder hat Schwierigkeiten mitzutreten, was dazu führt, dass es auf Dauer gar keine Lust mehr an der Mitfahrt hat.

Sicherheit

Entschließt man sich ein Trailerbike zu verwenden, sollte man ein paar Dinge beachten, um für die notwendige Sicherheit des Kindes, aber auch des Fahrers auf dem Zugfahrzeug zu sorgen.

Wichtig ist, dass der angehängte Nachläufer bei der Fahrt nicht hin und her kippt. Das ist nicht nur für das Kind unsicher, auch der Fahrer auf dem Zugfahrzeug bekommt bei zu viel Seitenneigung Schwierigkeiten das Gleichgewicht zu halten.

Es kann auch passieren, dass das Kind auf dem Trailerbike einschläft, da es nicht gezwungen ist immer mitzutreten. Dies kann zu schweren Stürzen und Verletzungen führen. Es ist also auch während der Fahrt regelmäßig auf das Kind hinter sich zu achten.

Das Rücklicht des Zugfahrzeugs wird bei der Mitnahme eines Kindes auf einem Nachläufer verdeckt. Demnach ist ein Rücklicht am Trailerbike anzubringen und das am Zugfahrrad gegebenenfalls auszuschalten, da es das Kind blenden kann.

Das Schutzblech des vorderen Fahrrads sollte tief genug nach unten gezogen sein, damit das Kind bei nassen und dreckigen Straßen nicht bespritzt wird, da Regen und Matsch bei der Fahrt sonst hinter dem Zugfahrrad aufgewirbelt wird.

Titelbild: tout terrain